Thomas Baumann: Die Vielfalt der hundlichen Aggression

Thomas Baumann: Die Vielfalt der hundlichen Aggression

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Unterkategorie - Rund um Dein Tier

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Animal Info Hundeseminare, unterschiedl. - je nachdem ob Praxisseminar, Theorieseminar oder Vortrag.

Datum

Datum
15 Mai, 2018
Start
19.00
Ende
16.00
Datum
17 Mai, 2018
Start
19.00
Ende
16.00

Thomas Baumann: Die Vielfalt der hundlichen Aggression

2,5 Tagesseminar mit Ina und Thomas Baumann in Willich / Düsseldorf

Von strategischer Klugheit bis zum emotionalen Kontrollverlust Die Vielfalt der hundlichen Aggression

Di. 15. Mai Vortrag / Theorie mit Dr. Ganslosser 19 - 22 Uhr Mi. 16.5. Praxisseminar von 10 -18 Uhr Do. 17.5. Praxisseminar von 10 - 16 Uhr Anmeldung: mail@animal-info.de

Seminar passiv: 225,- incl. Vortrag Seminar aktiv: 255,- incl. Vortrag

Inhalte: • ABC der Gefühle • Aggression als effektives „Vielzweckwerkzeug“ • Die Ursachenvielfalt der Aggression • Unsicherheit, Furcht, Angst • Frustration, Wut • Lust und Vergnügen • Schmerzen und Unwohlsein • Wichtige Unterscheidung: operante und emotionale Aggression • Gut oder schlecht? Konstruktive und destruktive Aggression • Einschreiten oder nicht? Offensive und defensive Aggression • Wichtige Umgangsregeln bei hundlicher Aggression

Beschreibung: In Fachkreisen ist man sich einig: Die Aggression des Hundes gilt als Kernmerkmal der sozialen Kompetenz! Ganauso, wie Feuer Wärme spendet, Wasser den Durst löscht oder ein Messer Brot schneidet, kann Aggression einen Beitrag zur Harmonie in einer sozialen Beziehung beitragen. Doch Feuer, Wasser oder ein Messer können schlimme Schäden anrichten, wenn sie oder derjenige, der sie nutzt, außer (Selbst-)Kontrolle geraten sollte.

Dass Hunde in bestimmten Situationen aggressive Verhaltensmuster zeigen können – und auch sollen, gehört ganz einfach zum sozialkompetenten Verhalten unserer Vierbeiner.

Der Versuch, aggressionsfreie Hunde zu züchten, würde definitiv in den Bereich der Qualzucht fallen, denn man würde einem Hund einfach ein wichtiges Werkzeug zur Kommunikation „wegzüchten“. Das wiederum würde der Tierquälerei gleichkommen.

Das Problem, mit dem jedoch viele Hundehalter leben, ist das fehlende Verständnis für aggressive Verhaltensweisen ihrer Vierbeiner. Dabei könnte es recht einfach sein, wenn man die Aggression des Hundes in zwei Bereiche unterteilt.

Das wäre zum einen die KONSTRUKTIVE Aggression und zum anderen die DESTRUKTIVE Aggression.

Bei einer konstruktiven Aggression steht nicht das Beißen oder Beschädigen von Menschen oder anderen Hunden im Vordergrund. Vielmehr geht es dem Hund darum, seinen Unmut oder auch Unzufriedenheit in einer bestimmten Situation zum Ausdruck zu bringen. Als bestes Beispiel sei das aggressive Knurren und Drohen genannt, wenn einem Hund ein Artgenosse zu sehr auf die Pelle rückt.

Die konstruktive Aggression ist nicht mehr als die Mitteilung an einen Kommunikationspartner, mit irgendeinem Umstand nicht einverstanden zu sein.

Hundehalter, die vehement gegen die konstruktive Aggression vorgehen (reglementieren, bestrafen), begehen grundsätzlich einen Fehler. Sie berauben ihren Vierbeiner einer wichtigen Kommunikationshilfe!

Ganz anders verhält es sich mit der destruktiven (beschädigenden) Form der Aggression. Hunde, die aggressives Verhalten aufzeigen und dabei tendenziell auch bissig vorgehen, sind zumindest kritisch, im Einzelfall sogar als gefährlich anzusehen. Sobald Menschen oder Tiere durch einen aggressiven Hund zu Schaden kommen, ist das sicher nicht mehr tolerierbar. In diesen Fällen sind Hundehalter bei entsprechenden Vorkommnissen auch grundsätzlich mitverantwortlich für das Handeln ihrer Vierbeiner. Und dies auch unter rechtlichen Gesichtspunkten. Bei aggressiv bissigen Hunden ist jeder Hundehalter zum Handeln verpflichtet. Ein sogenanntes „Anti-Aggressions-Training“ kann mit fachlich kompetenter Unterstützung in den allermeisten Fällen wertvolle Hilfe leisten. Schuldzuweisungen gegenüber dem Hundebesitzer bezüglich der Ursachen für ein nicht angemessenes Aggressionsverhalten sind übrigens nicht nur unangebracht, sondern in sehr vielen Fällen auch definitiv falsch!

Um aber eine möglichst hohe Schadenssicherheit für das unmittelbare Umfeld gewährleisten zu können, ist grundsätzlich die optimale Gewöhnung an einen Maulkorb unerlässlich.

Teilnahme am Praxis-Seminar: Eine aktive Teilnahme ist für Hundehalter (maximal 8 Mensch-Hund-Teams) nach bestätigter Anmeldung möglich. Die vorherige Gewöhnung an einen Maulkorb wird vorausgesetzt.

Schwerpunkte bilden im Seminar verhaltensanalytische Beurteilungen aggressiver Hunde. Auf der Grundlage der Analyse-Ergebnisse erfolgen Beurteilung, Beratung und Trainingsempfehlungen. Auch individuell ausgerichtete Trainingsansätze werden im Seminarrahmen umgesetzt.

Da bestimmte Erkrankungen bei einem Hund eine Teilnahme am Seminar ausschließen muss, sollten bei einer Anmeldung evtl. vorliegende gesundheitliche Störungen angegeben werden.

Referent: Der Verhaltensexperte Thomas Baumann ist Autor mehrerer Fachbücher und seit vielen Jahren speialisiert im Umgang mit schwierigen Hunden. Seine Leidenschaft gehört dabei analytischen Komplexen, die sich sowohl auf das Konfliktverhalten des Hundes, als auch auf die jeweilige Mensch-Hund-Beziehung beziehen. Zusammen mit seiner Frau Ina gründete Thomas Baaumann die Tierschutzorganisation Dogworld Stiftung

www.animal-info.de

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